Neuerungen 2017: Zollbereich im stetigen Wandel der Zeit

clipboard-outline_0003_roseOb Zolltarif, Warenbezeichnungen oder Ursprungsnachweise im Handel mit Entwicklungsländern, ab dem nächsten Jahr treten für (Schweizer) Unternehmen einige Änderungen in Kraft. Und auch die Freihandelssituation der Schweiz könnte sich mit dem Inkrafttreten zweier Abkommen weiter ändern. Hier geben wir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Änderungen, welche im nächsten Jahr anstehen.

Zolltarif: Aufgrund der Revision im Harmonisierten System (HS) und der Erweiterung des Information Technology Agreements (ITA) wird der Schweizer Zolltarif angepasst. Entsprechend sind die im firmeninternen System bzw. den Artikelstammdaten hinterlegten Zolltarifnummern zu überprüfen und gegebenenfalls sind die Anpassungen auch mit den Lieferanten und Spediteuren abzusprechen. Die Änderungen betreffen auch andere Länder, die das HS übernommen haben oder am ITA teilnehmen. Weitere Informationen haben wir auf unserem Blog publiziert.

Warenbezeichnungen: Die Schweizer Zollstellen werden ab dem 1. Januar 2017 auch ein Augenmerk auf die Warenbezeichnungen in den Zollanmeldungen haben. Zollanmeldungen mit ungenügenden Warenbezeichnungen sollen zurückweisen werden. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) gewährt jedoch eine einjährige Übergangsfrist, falls Anpassungen im System notwendig sein sollen. Auch dazu haben wir Informationen auf unserem Blog publiziert.

Ursprungsnachweise im Handel mit Entwicklungsländern: Die EU führt ab dem 1. Januar 2017 ein elektronisches System ein, in dem die Exporteure aus Entwicklungsländern den Ursprung ihrer Produkte selbständig nachweisen können. Dabei kommen neue Ursprungsnachweise zur Anwendung und die Schweizer Abkommen mit der EU und mit Norwegen über die gegenseitige Ankerkennung dieser Ursprungsnachweise wurden angepasst. Da beispielsweise die Ersatzursprungserzeungnisse Form A abgeschafft werden, müssen sich Unternehmen in der Schweiz, die diese gebraucht haben, ab dem 1. Januar 2017 zwingend als Registered Exporter registrieren lassen und neu Ursprungserklärungen ausstellen (welche nicht mehr durch die Zollstellen beglaubigt werden müssen). Informationen dazu sind auf der Homepage der EZV aufgeschaltet.

Unternehmens-Identifikationsnummer (UID): Die EZV hat in ihrem Merkblatt (Link zum PDF-Dokument) bekannt gegeben, dass ab dem 4. Januar 2017 die Erstübermittlung der Zollanmeldungen im e-dec Import/Export nur noch mittels UID möglich sein wird. Im NCTS dauert die Umstellung allerdings noch bis mindestens Mitte 2017 an.

Freihandelsabkommen: Die Abkommen mit Georgien und den Philippinen (beide im Rahmen der EFTA) wurden in diesem Jahr unterzeichnet. Es ist möglich, dass die beiden nächstes Jahr in Kraft treten.

Der Zollbereich ist und bleibt also spannend. Bevor wir auf das neue Jahr anstossen, sollten sich Unternehmen mit den Änderungen befassen. Und wir empfehlen, sich regelmässig über Neuerungen und Änderungen zu informieren, damit die Spannung im eigenen Unternehmen nicht allzu gross wird.

 

This entry was posted in Zoll allgemein, Zollanmeldung and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s