Wie nenn ich mein Kind? Oder wie ein Produkt zollrechtlich korrekt bezeichnet werden soll / Verschärfung der Kontrollen ab Januar 2017

Was in gewissen EU-Länder schon seit einiger Zeit immer wieder zu Problemen führte, wird nun auch in der Schweiz konsequenter verfolgt werden (nachdem man bislang recht tolerant war). Es geht um die Angabe von korrekten Warenbezeichnungen bei der Erstellung von Zollanmeldungen beim Import und Export.

Ein entsprechendes Zirkular wurde von der Eidgenössischen Zollverwaltung kürzlich veröffentlicht.

Ganz allgemein gilt seit jeher, dass in der Zollanmeldung ein Sachname bzw. eine spezifische Warenbezeichnung angegeben werden muss, die genügend aussagekräftig ist, um das Produkt zu beschreiben und der deklarierten Zolltarifnummer zu entsprechen. Daneben können in bestimmten Fällen noch weitere Zusatzangaben und Informationen im Feld Warenbezeichnung nötig sein, um die korrekte Zollanmeldung vornehmen zu können. Detaillierte Warenbezeichnungen ermöglichen natürlich auch bessere Datenauswertungen und Risikobeurteilungen.

In den letzten Jahren wurde von Verwaltungsseite festgestellt, dass diese Kenntnisse wohl etwas in Vergessenheit geraten sind und das Ganze ein wenig „verluderet“ ist, wie gewisse Stimmen sagen würden…

Die EZV wird nun ab dem 1. Januar 2017 Zollanmeldungen beanstanden, welche diesen Vorschriften nicht entsprechen (sofern dies im Rahmen der formellen/materiellen Überprüfung festgestellt wird). Dies ist z.B. dann der Fall, wenn einfach über einen automatisierten Prozess die (allgemeinen) Tariftexte aus dem Zolltarif / Tares zur angemeldeten Zolltarifnummer übernommen werden.

Sollten IT-Anpassungen von Seiten der Firmen nötig sein, werden Übergangsfristen bis spätestens zum 31. Dezember 2017 gewährt, um die Warenbezeichnungen nach den Vorgaben richtig zu deklarieren. Ab dem 1. Januar 2018 gilt es dann aber definitiv ernst und es kann bei Nichtbeachtung dieser Bestimmungen zu Verzögerungen beim Import und/oder Export kommen.

Es gilt daher, die nötigen Schritte einzuleiten und auf diesen Termin gewappnet zu sein. Gleichzeitig sollte diese Anpassung auch zum Anlass genommen werden, die korrekte Tarifeinreihung der eigenen Produkte wieder einmal zu überprüfen und ggf. zu berichtigen, da diese für eine reibungslose Zollabwicklung sehr wichtig ist. Siehe dazu unseren früheren Blog-Artikel.

Vorgehen beim Deklarieren:

  • Was für ein Produkt liegt vor?
  • Verständliche Warenbezeichnung wählen (nicht nur auf Artikel-Stammdaten oder Rechnungsangaben abstellen)
  • Korrekte Zolltarifnummer dazu bestimmen

In der EU ist im Übrigen im Zusammenhang mit den Übergangsbestimmungen zum Unionszollkodex eine Richtlinie (nur in englischer Sprache) erhältlich, die in gewissen Fällen auch für schweizerische Zollanmeldungen bzw. die richtige Benennung der Waren hilfreich sein kann.

Warenbezeichnung

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2 Responses to Wie nenn ich mein Kind? Oder wie ein Produkt zollrechtlich korrekt bezeichnet werden soll / Verschärfung der Kontrollen ab Januar 2017

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