Westbalkan-Gruppe beinahe komplett: Freihandelsabkommen EFTA-Bosnien und Herzegowina tritt am 1. Januar 2015 in Kraft

Mit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens EFTA-Bosnien und Herzegowina wird die Westbalkan-Gruppe (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien), bis auf den Kosovo, komplett zum Freihandelspartner der Schweiz. Somit verfügt die Schweiz weltweit über 30 Abkommen mit 68 Partnern und kann sich über dieses umfangreiche Freihandelsnetzwerk erfreuen.

Ab dem 1. Januar 2015 dürfen Warenlieferungen aus Bosnien und Herzegowina nicht mehr mit dem Ursprungszeugnis Form. A im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems APS (engl. GSP) veranlagt werden. Neu gelten für Waren, welche die Ursprungsregeln dieses Abkommens erfüllen und ihren präferenziellen Ursprung in einem der Vertragsparteien haben, die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 und die Ursprungserklärung auf der Rechnung als gültige Ursprungsnachweise.

Dieses Abkommen deckt den Handel mit Industrieprodukten, Fisch und anderen Meeresprodukten sowie verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten ab. Der Handel mit unverarbeiteten Landwirtschaftsprodukten wird durch jedes EFTA-Mitglied jeweils durch den Abschluss eines separaten bilateralen Landwirtschaftsabkommens geregelt. Aus Sicht des Schweizer Exports sind dabei insbesondere Landwirtschaftsprodukte wie Joghurt, Kaffee, Süssigkeiten, Schokolade, Nahrungsmittelzubereitungen, Teigwaren, Müesli, Backwaren, Konfitüren, Senf, Mayonnaise, nichtalkoholische Getränke, Spirituosen sowie Käse und Fleisch interessant. Importseitig sind es Produkte wie Gemüse, Früchte, Paprikagewürz, Ajvar, Pilze, Oliven und Sonnenblumenöl zur technischen Verwendung in der Nahrungsmittelindustrie.

Bei vielen Produkten, ca. 70 % (vorwiegend Industrieprodukte), fallen die Zölle schon mit Inkrafttreten dieses Abkommens weg. Bei den anderen Produkten (vorwiegend Landwirtschaftserzeugnisse) erfolgt der Zollabbau wie in vielen Freihandelsabkommen üblich, asymmetrisch über zwei bis vier Jahre. Dieses Freihandelsabkommen soll die bisher vorhandenen Nachteile der Schweizer Händler gegenüber den EU-Händlern auf dem bosnisch-herzegowinischen Markt so gut wie möglich beseitigen und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exporteure verbessern.

Will man bereits beim Inkrafttreten von den Vorteilen dieses Abkommens mit Bosnien und Herzegowina profitieren (Zollbefreiung oder Zollvergünstigung), müssen möglichst rasch die nötigen Vorkehrungen getroffen werden. PwC kann die Unternehmen gerne dabei unterstützen.

Zollberatung allgemein

Implementierung SAP GTS

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